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Betriebe in Eichigt

Weberei Scherzer

Die Weberei wurde von den fünf Geschwistern Paul, Adolf, Walter, Frieda und Else Scherzer gebaut. Die Bautätigkeit dauerte von 1934 bis 1936. Webstühle wurden von den Geschwistern ins Unternehmen eingebracht um erst einmal Geld zu sparen. Der 2. Weltkrieg brachte viel Not über die Bewohner. Doch das Familienunternehmen versuchte nun durch Herstellung von Kabelkatun, Windelmull und Verbandsstoff weiter zu überleben. Bis 1968 war der Betrieb immer in privater Hand. Walter Röder war der erste nicht zur Familie gehörende Arbeiter und es wurde zu dieser Zeit in Lohnarbeit gearbeitet.

1956 wurde die Firma Scherzer und Co. aufgelöst und der Aufkauf‑ und Liefergenossenschaft Falkenstein angeschlossen. Zwei Jahre später (1958) vereinigten sich die Webereien zur PGH "AKTIVIST" Tirpersdorf. Der Betrieb gehört nun zu einer PGH = Produktionsgenossenschaft des Handwerks, das heißt soviel wie halbstaatlich, von der PGH gepachtet aber nicht enteignet.

1971 heißt der Betrieb nun VEB "HEIMTEXTILIEN". Die Webstühle werden für einen Schrottpreis verkauft und 1973 werden die ersten Automatenwebstühle aufgestellt. Es wurde in einer Schicht gearbeitet.

1975 wurde der Betrieb nun zu den zwei Betrieben nach Kottengrün eingegliedert und hieß nun VEB "TEXTILWERKE KOTTENGRÜN".

1980 gab es schon wieder eine Umbenennung des Btriebes, weil sich die zwei Betriebe in Kottengrün wieder trennten hieß es nun VEB "TISCHDECKENWERKE ‑KOTTENGRÜN". Nun arbeiteten in Eichigt 10 Leute in zwei Schichten.

1988 wurden nochmals neue Automatenwebstühle aufgestellt.

1990 wurde der Betrieb wieder privatisiert und heißt seit dem 1.7.1990 GmbH "VOGTLÄNDISCHE ‑ HEIMTEXTILIEN" Tirpersdorf.

Ab Februar 1992 wurde die Weberei "SCHERZER" geschlossen und alle Arbeiter gehen nun nach Tirpersdorf zur Arbeit.

      Bäckerei Gotthold Michel ‑ Eichigt

Das Haus in dem sich die Bäckerei befand wurde 1899 von einem Walter Michel gebaut. Erst 1921 bekam das Haus elektrischen Strom. Brot und Semmeln wurden mit einem kleinen Wagen mit zwei Hunden als Zugtiere in den benachbarten Orten zum Verkauf gebracht. Der Sohn Gotthold Michel übernahm dann die Bäckerei, die so bis April 1958 erhalten blieb. Trotz vielen Hochs und Tiefs war es stets ein Familienbetrieb geblieben.
Die Familie Michel hat zwei Kinder einen Sohn Volker und eine Tochter Eva. Jetzt dient die Bäckerei nur noch als Wohnhaus, in dem drei Gennerationen wohnen. Auch einige bauliche Veränderungen gab es im Laufe der Zeit an dem Haus.

Hier noch eine zusammengtragene Liste von verschiedenen Gewerken in EICHIGT. Sie ist sicherlich unvollständig nur so zur Erinnerung, zum Teil wurden die Angaben aus einem Adressbuch von 1925 entnommen .

Gewerke in Eichigt

Blumengeschäft
Walter Hensel führte ein Geschäft von Blumengebinde und                               Grabschmuck (1939) heutiges Anwesen von L. Degenkolb

Kohlenhandel
Kurt Roßbach führte das Geschäft in den 40iger Jahren

Sattlerei
Max Greim heutiges Anwesen von Axel Leupold

Bäckerei
Emil Kießling ‑ Fritz Michel - Albin michel ‑ Walter Michel

Gastwirtschaften
Gasthof "EICHIGT", heute Bürgerhaus Eichigt
Edwin Krauß

Gasthof "Zur Quelle"
Robert Renz - Alfred Hertel

Schankwirtschaft und Fleischerei
Max Thoß

Flaschenbier
Walter Hackenschmidt
Albin Schmidt
Walter Wollner
Anna Bodenschatz (nach 1946)

Kolonialwaren
Max Mühlfriedel
Rudi Künzel (
später )
Albert Krauß
Martha Schmidt (Albert)

Schmiedemeister
August Haselbauer

Zimmermann
Alfred Hertel
Emil Hertel
Louis Wollner

Tischlerei
Hermann Todt

Baubetriebe
Emil Roßbach ‑  Albin Roßbach ‑ Hochbau
Otto Rahm      Albin Rahm ‑ Hochbau

Friseur
Kurt Künzel

Schusterei
Erhard Penzel ‑ Helmut Penzel
Otto Wunderlich

Das Postwesen in Eichigt

1891/92 erhielt Eichigt selbst die Post von der Poststelle in Ebmath. Unter‑Eichigt wurde 1912/13 durch die Poststelle in Hundsgrün bedient. Eichigt selbst gehörte weiterhin zur Poststelle Ebmath.

Ab 1925 erfolgte dann sowohl die Versorgung von Unter‑Eichigt als auch von Eichigt durch die Poststelle Hundsgrün bedient. Eichigt selbst hatte immer noch keine eigene Poststelle. Der Postbote Dölling brachte zu dieser Zeit die Post mit dem Fahrad von der damaligen Poststelle in Hundsgrün nach Eichigt.

Der in der Gemeinde lebende Waldy Hertel hat seit Februar 1946 die Poststelle in Eichigt über, er gibt diese Stelle später an seine Tochter Helga weiter. Nach der Wende war die Poststelle auch für kurze Zeit in der ehemaligen Schwesternstation untergebracht. Karin Hackenschmidt und Sylvia Hendel waren dort tätig. Nun wird die Post von der Poststelle Adorf durch Postzusteller mit PKW ausgefahren.

Der Kindergarten in Eichigt

Um Frauen mit Kleinkindern den vollen Einsatz in der industriellen und landwirtschaftlichen Produktion zu ermöglichen, sind in der DDR überall Kinderkrippen für Kinder bis zu 3 Jahren sowie Kindergärten für Kinder ab
3 Jahre bis zum Schulanfang) eingerichtet. Auch in Eichigt war das so.

Vor 1960 bestand ein Kindergarten nur zur Erntezeit, der sogenannte Kindergarten. 1960 wurde der Kindergarten dann zur ständigen Einrichtung. Er war für 18 Kinder geplant, untergebracht waren aber 32 Kinder. Der Kindergarten entsprach nicht den Mindestanforderungen. Der Kindergarten befand sich in dem kleinen Holzhaus unterhalb der Neubauten.

Am 4. Januar 1975 wurde der neue Kindergarten oberhalb der Polytechnischen Oberschule "Ernst Schneller" mit einer Platzkapazität von 36 Kindern eingeweiht. Damit wurden die Lebens‑ und Arbeitsbedinungen für Kinder und Betreuer wesentlich verbessert.

1981 wurde der Kindergarten erweitert. Nun hatten 72 Kinder Platz, davon waren 60 Plätze ständig belegt. Es bestanden 4 Kindergarten‑Gruppen.

Von 1960 bis 1963 war Else Wenske Leiterin des Kindergartens. Ab dem Jahr 1963 leitete Ingrid Asser den Kindergarten. Außer ihr waren noch 4 Erzieher und 2 technische Kräfte beschäftigt, die für das Austeilen des Essens und Reinigen der Räume verantwortlich waren. Die Kinder wurden mit durch die Schulküche verpflegt. Beheizt wird der Kindergarten auch von der Schule aus.

Den Kindern stand der nahe gelegenen Sportplatz, die Turnhalle und ein  Spielplatz von ca. 500 m zur Verfügung. In der Schule gab es einen Kinderhort, in dem die Schulkinder von Frau Rudolph betreut wurden. Eine Kinderkrippe gab es in Eichigt nicht.

Nach der Wiedervereinigung wurden an Kindergarten und Hort andere Bedingungen und Anforderungen gestellt.

Da die Kinderzahl nun auch noch sehr zurückging, im Kindergarten nur noch zwei Gruppen bestanden und der Hort aus Sicherheitsgründen nicht mehr in den oberen Räumen der Schule bleiben durfte, wurde aus Hort und Kindergarten eine kombinierte Kindertagesstätte gebildet.
Hier sind nun drei Erzieherinnen und eine technische Kraft für das Wohl der Kinder zuszändig. Steffi Hendel hatte dabei die Leitung übernommen. Weitere Erzieherinnen sind
Helga Ritter und Heide Joram, als Technische Kraft fungierte Gisela Krauß.

Die Gemeindeschwesternstation

Die Schwesternstation der Gemeinde Eichigt befand sich bis 1986 im Haus von Adolf Bauer. dort standen drei Zimmer zur Verfügung. Nachdem der Kindergarten 1975 ein neues Gebäude oberhalb der Schule bekommen hatte, zog die Schwesternstation im Dezember 1976 in den ehemaligen Kindergarten um. 1977 wurde an die Schwesternstation ein Zimmer angebaut. Hier wurde dann der Zahnarzt untergebracht. Zu dieser Zeit waren nun 1 Arztzimmer,1 Zahnarztzimmer 1 Raum für Bestrahlungen und 1 Warteraum vorhanden.

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Sie können sich über unseren Ort weiter informieren, indem sie jetzt zur nächsten Station unserer Führung gehen. Wir erzählen Ihnen mehr über die Körnerlinde, Adolf Freiherr von Lützow, die Lützower Jäger, Theodor Körner, Friedrich Ludwig Jahn, die deutschen Farben schwarz-rot-gold und vieles mehr.


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