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Ebmath

Derzeit wird die Staatsstraße S 308 saniert (abfräsen und neuer Belag). Informationen über den Bauablauf und die geplanten Sperrungen finden Sie unter Bekanntmachungen. Sie kommen sofort dorthin, wenn Sie hier klicken.

Ebmath wurde als "Dorf zu Ebnode" erstmaig 1328 urkundlich erwähnt.
Dieser Name ist abgeleitet von der Lage des Ortes auf einer Hochebene an der Landesgrenze zwischen Sachsen und Böhmen. Er bedeutet "Ebene in der Öde", was eine vielfältige Schreibweise zur Folge hatte.
Es gab die namen Ebenode, Ebinod, Ebnode, Ebmut, Ebmat, Ebnath, Ebnoth, Ebnot, Ematt, Emat und Ebmath. Im Volksmund wird es heute noch als Imet bezeichnet.

Durch seine Lage an der Landesgrenze zu Böhmen, die auch gleichzeitig eine Zollgrenze war,  befand sich in Ebmath eine sächsische Zolleinnahme ,das"alte Zollamt" (Roßbacher Straße 15).

Im Ort gab es auch ein Rittergut. Es war im Besitz der "Rabensteiner, von denen es in die Hände der verwandten Familie von Feilitzsch überging. Nach Lehensbriefen von 1508 und 1533 erhielten die Gebrüder von Feilitzsch ein Viertel vom Dorfe, 1534 Kaspar, Balthasar und Alexander Rabensteiner das gesamte Dorf mit dem "Halsgericht", der "Wildbahn" und allen "Zugehörungen".

1537 erkauften die Gebrüder Sigmund und Hans von Feilitzsch zu Sachsgrün das Dorf erblich unter Vorbehalt der Ober- und Niedergerichte über die einzelnen Güter seitens der Verkäufer.


Das Lehnsrecht bestand auch über die Schankstätte. Der jährliche Zins aus dem Besitz des Rittergutes nebst den anderen Gütern gab Signumd von Feilitzsch um 1542 auf 17 Gulden 5Groschen an.

Später erwarben das Rittergut "die von Brandenstein" auf Sachsgrün, von denen zu Zeiten Familienmitglieder im "Schloß" zu Ebmath wohnten. Die Bewirtschaftung ewurde von Pachtinhabern besorgt. 1900 erwarb der sächsische Staatsfiskus das Besitztum zum Zwecke der Aufforstung.

Das mit einer stilvollen Mauer umgebene Gebäude diente später als Amtswohnung für die in Ebmath stationierten Grenzaufseher.

Rechts in der Nähe des Schlosses gegenüber vom Dorfteich stand ein einfaches steinernes Denkmal, das dem im Kriege 1870 / 71 gefallenen Chr. Richard Hüttner aus Ebmath gewidmet war.

Die Einwohnerzahl des Ortes betrug 1905 274 Personen, darunter 8 römisch-katholische, 169 waren über 14 Jahre alt. 1910 waren es 287, davon einer römisch-katholisch.

Auf Grund de Höhenlage betrieb die Bevölkerung wenig Landwirtschaft. Der Haupterwerb bestand in Hausweberei und Fabrikarbeit.

Hier in Ebmath befindet sich ein Grenzübergang zur Tschechischen Republik, der noch bis zum 30.4. von 8 - 18 Uhr und ab 1.5. bis 22 Uhr für Fußgänger und Radfahrer geöffnet ist.

Mit der Aufnahme der Tschischen Republik in die Europäische Union und dem Wirsamwerden des Schengener Abkommens im Jahr 2006 fallen diese Einschränkungen weg.


Als Parkmöglichkeit für Fußgänger steht ca. 200 m vor der Grenze ein gebührenpflichtiger Parkplatz zur Verfügung.


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Sie können sich über unseren Ort weiter informieren, indem sie jetzt zur nächsten Station unserer Führung gehen. Wir erzählen Ihnen mehr über die Körnerlinde, Adolf Freiherr von Lützow, die Lützower Jäger, Theodor Körner, Friedrich Ludwig Jahn, die deutschen Farben schwarz-rot-gold und vieles mehr.


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