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Ebmath


Zoll- und Einfuhrbestimmungen

Otevření hraničního přechodu pro auta
Öffnung des Grenzübergangs für Autos


Am 21.12.2007 erfolgte um 11.00 Uhr die feierliche Öffnung des Grenübergangs Hranice - Ebmath für Kraftfahrzeuge bis 3,5 t. An der Öffnung beteiligten sich die Bürgermeister aus der Vereinigung Ašsko (Freunde im Herzen Europas) und weitere bedeutende Persönlichkeiten des Bezirks Karlsbad.

Program/ Programm:

 1/ Trubači / Trompeter
 2/ Píseň v podání Ein Lied dětského sboru
 Auftritt einer Kindergruppe der Grundschule Eichigt
 3/ Projev Dr. Lenka / Ansprache Dr. Lenk - Landrat Vogtlandkreis
 4/ Přednes básně / Interpretation eines Gedichts
 5/ Houslové sólo / Geigen-Solo - Schülerin der Grundschule Eichigt
 6/ Projevy starostů měst Hranice a Eichigt
 Ansprache der Bürgermeister
 Hranices (Jan Hýbl) und Eichigts  (Christoph Stölzel)
 7/ Slavnostní přestřižení pásky / Feierliches Durchschneiden der Bänder
 8/ Trubači / Trompeter
 8/1
 Das Friedenslicht von Bethlehem (Lichtkinder)
 überschreitet die Grenze zur Tschechischen Republik
 9/ Přípitek s rautem /Toast mit Stehempfang
 in der Grenzlandschenke

Všichni jsou srdečně zváni!/ Sie Alle sind herzlich eingeladen!     aito

Dies ist das durch die Stadt Hranice auf ihrer Internetseite veröffentlichte Programm, das ergänzt wurde durch den Punkt 8/1, Das Friedenslicht von Bethlehem überschreitet - getragen durch die Plauener Lichtkinder - die Grenze zur Tschechischen Republik. Es wird in die evangelische Kirche Hranice getragen. Dort findet eine kurze ökumenische Andacht mit den tschechischen Pfarrern Pavel Baxant (katholisch), Pavel Kučera (evangelisch) von Aš und Hranice und dem deutschen Dekan Heinz-Claus Bahmann (katholisch - Plauen) sowie Pfarrer Pröhl (evang. - Eichigt / Bobenneukirchen) zur Verteilung der Flamme statt.


Hier in Ebmath befindet sich ein Grenzübergang zur Tschechischen Republik, der seit einiger Zeit das ganze Jahr über von 6 bis 22 Uhr nur für Fußgänger, Radfahrer und (nicht motorisierte) Krankenfahrstühle geöffnet war. 

Seit dem 21.12.2007 - dem Tag des wirksamwerdens des Schengener Abkommens fallen die Einschränkungen bezüglich des Grenzübertritts und die obligatorischen Ausweiskontrollen weg.
Der Grenzübergang wurde an diesem Tag in einer tschechisch-deutschen Veranstaltung für den Fahrzeugverkehr bis 3,5 t geöffnet. Dadurch ändert sich jedoch an den Zoll- und Einfuhrbestimmungen nichts.

Zitat des Pressediensts der deutsch-tschechischen Presseagentur:
(Neue) Einfuhrbestimmungen nach Grenzöffnung

(DTPA/FM) ERZGEBIRGE: Wie das Hauptzollamt Erfurt auf Nachfrage des KabelJournals mitteilt, können Reisende nach dem Wegfall der Grenzkontrollen prinzipiell aus jedem Mitgliedsstaat der EG Waren abgabenfrei und ohne Zollformalitäten nach Deutschland mitbringen. Voraussetzung ist, dass diese Waren nicht aus einem zoll- oder steuerrechtlichen Sondergebiet (trifft nicht auf Tschechien zu) mitgebracht werden und keinen Verboten und Beschränkungen der Ein- oder Durchfuhr unterliegen.

Zur Abgrenzung des gewerblichen Warenverkehrs vom privaten Reiseverkehr gelten jedoch im innergemeinschaftlichen Reiseverkehr folgende Richtmengen: Tabakwaren: 800 Zigaretten, 400 Zigarillos (Zigarren mit einem Höchstgewicht von 3 g pro Stück), 200 Zigarren, 1 kg Rauchtabak. Das ist jeweils das Vierfache der bis zum 31. Dezember 2007 vereinbarten Richtmengen. Bei Alkohol waren diese Mengen bereits zuvor angepasst worden.

Die Richtmengen gelten nur, wenn die Waren von der Privatperson persönlich befördert werden. Wenn mehr von einer Person transportiert wird, besteht der Verdacht, dass die Waren gewerblich verwendet werden sollen.

Kraftstoff darf nur energiesteuerfrei aus einem EG-Mitgliedstaat eingeführt werden, wenn er sich im Tank des Fahrzeuges oder in mitgeführten Reservebehältern befindet. Dabei wird eine Kraftstoffmenge von bis zu 20 Litern in den Reservebehältern nicht beanstandet. Die nationalen und internationalen Bestimmungen bezüglich bestehender Einfuhrverbote (z.B. Waffen, Rauschgift, Plagiate, geschützte Tiere und Pflanzen) bestehen weiter fort.


http://www.dtpa.de

Wichtig! Im Zusammenhang mit der Grenzöffnung für den Fahrzeugverkehr gilt eine veränderte Verkehrsregelung: Die Roßbacher Straße erhält den Status einer Hauptstraße. Die Gettengrüner Straße wird ihr untergeordnet (Verkehrszeichen: Vorfahrt beachten).


Ebmath wurde als "Dorf zu Ebnode" erstmalig 1328 urkundlich erwähnt. Dieser Name ist abgeleitet von der Lage des Ortes auf einer Hochebene an der Landesgrenze zwischen Sachsen und Böhmen. Er bedeutet "Ebene in der Öde", was eine vielfältige Schreibweise zur Folge hatte. Es gab die Namen Ebenode, Ebinod, Ebnode, Ebmut, Ebmat, Ebnath, Ebnoth, Ebnot, Ematt, Emat und Ebmath. Im Volksmund wird es heute noch als Imet bezeichnet.

Durch seine Lage an der Landesgrenze zu Böhmen, die auch gleichzeitig eine Zollgrenze war und ist,  befand sich in Ebmath eine sächsische Zolleinnahme, das "alte Zollamt" (Roßbacher Straße 15).

Im Ort gab es auch ein Rittergut. Es war im Besitz der "Rabensteiner", von denen es in die Hände der diesen verwandten Familie von Feilitzsch - die früher auch Eigentümer der Bergkapelle "Santa Clara" in Heinersgrün waren - überging. Nach Lehensbriefen von 1508 und 1533 erhielten die Gebrüder von Feilitzsch ein Viertel vom Dorfe, 1534 Kaspar, Balthasar und Alexander Rabensteiner das gesamte Dorf mit dem "Halsgericht", der "Wildbahn" und allen "Zugehörungen".

1537 erkauften die Gebrüder Sigmund und Hans von Feilitzsch zu Sachsgrün das Dorf erblich unter Vorbehalt der Ober- und Niedergerichte über die einzelnen Güter seitens der Verkäufer. Das Lehnsrecht bestand auch über die Schankstätte. Den jährliche Zins aus dem Besitz des Rittergutes nebst den anderen Gütern gab Sigmund von Feilitzsch um 1542 auf 17 Gulden 5 Groschen an.

Später erwarben das Rittergut "die von Brandenstein" auf Sachsgrün, von denen zu Zeiten Familienmitglieder im "Schloß" zu Ebmath wohnten. Die Bewirtschaftung wurde von Pachtinhabern besorgt. 1900 erwarb der sächsische Staatsfiskus das Besitztum zum Zwecke der Aufforstung.


Das mit einer stilvollen Mauer umgebene Gebäude diente später als Amtswohnung für die in Ebmath stationierten Grenzaufseher.


Rechts in der Nähe des Schlosses gegenüber vom Dorfteich stand ein einfaches steinernes Denkmal, das dem im Kriege 1870/71 gefallenen Chr. Richard Hüttner aus Ebmath gewidmet war.

Die Einwohnerzahl des Ortes betrug 1905 274 Personen, darunter 8 römisch-katholische, 169 waren über 14 Jahre alt. 1910 waren es 287, davon einer römisch-katholisch.

Auf Grund der Höhenlage betrieb die Bevölkerung wenig Landwirtschaft. Der Haupterwerb bestand in Hausweberei und Fabrikarbeit.

Bis zum 21. Dezember 2007 steht als Parkmöglichkeit ca. 200 m vor der Grenze ein gebührenpflichtiger Parkplatz zur Verfügung.


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Sie können sich über unseren Ort weiter informieren, indem sie jetzt zur nächsten Station unserer Führung gehen. Wir erzählen Ihnen mehr über die Körnerlinde, Adolf Freiherr von Lützow, die Lützower Jäger, Theodor Körner, Friedrich Ludwig Jahn, die deutschen Farben schwarz-rot-gold und vieles mehr.


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