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Sport in Eichigt
Eine Historie

Die traditionelle Sportbewegung in Eichigt reicht sehr weit zurück. Es gab einen Arbeiterradverein und eine Turngruppe. Die Turngruppe nahm bereits 1922 am ersten Arbeiter‑Turn- und Sportfest in Leipzig teil. Der Verein nannte sich Arbeiterturnverein "Eiche" und hatte 1923 eine Mitgliederzahl von 54. Es waren 24 weibliche und 30 männliche Turner.

Damals - vermutlich bis 1930 - gab es auch schon eine Fußballmanschaft. Der Sportplatz befand sich auf der Flur zwischen Ebersbach und Eichigt.

Nach 1945 waren die Bedingungen für den Sport vorerst sehr schwierig. Hinter dem ehmaligen Konsum wurde ein Stück Rasen als Turnplatz genutzt. 1947/48 organisierte eine Kommission unter Leitung des damaligen Bürgermeisters Reinfeld den Bau eines Sportplatzes. Gleichzeitig wurde in der Gemeindevertretung die Gründung einer Sportgemeinschaft beschlossen.

Oswald Breitenfelder wurde beauftragt, die Vorbereitungen dafür zu treffen. Mindestens 50 Personen mußten organisiert werden. Er wurde der erste Leiter der BSG (BetriebsSportGemeinschft) Traktor Eichigt, die im August 1948 gegründet wurde. Weitere Iniatioren waren: Werner Hoyer, Gotthold Michel, Siegfried Scherzer und Werner Krauß

Zu Beginn der Sportbewegung wurden folgende Sektionen Fußball, Tischtennis und Turnen gegründet. Später kamen Leichtathletik und Wintersport, 1974 auch noch Frauengymnastik dazu. Zunächst waren keinerlei Geräte vorhanden. Im Laufe der Zeit wurde eine Jugend- sowie eine Schülerfußballmannschaft gegründet. Auch eine Damenhandballmannschaft gab es inzwischen.

Nun wurde auch mit der Schaffung von Sportstätten begonnen.  Bei Süßebach sollte ein Sportplatz gebaut werden. Es wurden viele freiwillige Helfer gebraucht, die unentgeltlich beim Bau halfen. Auch die Frauen beteiligten sich.

Zur Ortskirmes 1949 erfolgte die Einweihung des neuen Sportplatzes. Das Eröffnungsspiel wurde zwischen den Fußballmannschaften Lauterbach und Eichigt ausgetragen, das mit 2:2 unentschieden endete.

Der Punktspielbetrieb im Fußball begann 1950. Die Mannschaften mußten sich im Gasthof umziehen, weil keine Umkleideräume vorhanden waren. Der Sportplatz bei Süßebach wurde bis in die 80-iger Jahre genutzt.

1953/54 entstand auf dem Sportplatz ein Umkleidehaus. Die dazu bewilligten Mittel mußten dank Planwirtschaft unbedingt bis Ende Januar 1954 verbaut sein. Der mit dem Bau beauftragte Baumeister Albrecht Rahm aus Lauterbach weigerte sich wegen des strengen Winters, die Bauarbeiten durchzuführen. Die Abteilung Aufbau beim Rat des Kreises bestand aber auf der Ausführung. Die Folgen waren im Frühjahr zu sehen: Bedingt durch den Frost zerfiel die Häfte des Baus, als das Tauwetter einsetzte und mußte neu errichtet werden.

Da kein Wasser vorhanden war, mußte auch noch ein Brunnen gebaut werden. Dazu waren sogar Sprengungen notwendig.

Aber auch an den Wintersport wurde gedacht. 1963/64 erfolgte die Einweihung der Sprungschanze. Großen Anteil hatten dabei Werner Kießling, Wolfgang Riedel, Friedhold Lenk und Baufachmann Waldy Roßbach.

1968 bis1971 wurde zur Verbesserung der Bedingungen des Schul- und Breitensports auf Veranlassung der Eichigter Schule - Direktor Oberstudienrat Edgar Sommer und
des Vorsitzenden der damaligen Betriebssportgemeinschaft Traktor Eichigt, Oswald Breitenfelder, in der Nähe der Schule auf Ackerland ein schöner neuer Sportplatz gebaut. Gegenüber dem Bau des Platzes gab es auch einige Vorbehalte. Es gab Leute, die meinten, Eichigt brauche keinen derartigen Sportplatz. Sie übersahen, daß der Sportplatz auf der Höhe nur nach längerem Anmarsch erreichbar war und beispielsweise Schulsportveranstaltungen mangels anderer Möglichkeiten mit Absicherung durch den Abschnittsbevollmächtigten (ABV) der "Deutschen Volkspolizei" auf den Straßen im Dorf durchgeführt werden mußten.

Um die Fläche für den Sportplatz gab es einigen Wirbel. Das Gelände war an die LPG zur landwirtschaftlichen Nutzung verpachtetes Pfarrlehen. Vorgeschlagen wurde ein Flächentausch, der jedoch von kirchlicher Seite abgelehnt worden war. Auf der Basis des daraufhin erlassenen Aufbaugesetzes erfolgte daher eine Enteignung.

Der Bau, der so billig, wie möglich sein mußte, erfolgte in vielen Stunden freiwilliger Aufbauleistung durch die Sportler der damaligen BSG mit Unterstützung der örtlichen Wirtschaft.

Am 18.7.1971 erfolgte die Einweihung des neuen Sportplatzes. Die Kosten lagen bei einer halben Million DDR-Mark. 1972 wurden die Außenanlagen verbessert, die Laufbahn (Rundbahn) mit Sand überzogen und in einen einwandfreien Zustand gebracht. 1977/78 erfolgte der Tribünenbau (Kosten 80.000 DDR-Mark).

1980 wurde - bedingt durch den Bau der Milchviehanlage auf der "Höhe" - auch noch die Schaffung eines Ausweichsportplatzes erforderlich. Für den
1982 abgeschlossenen Bau des heutigen Hartplatzes entstanden Kosten von etwa 200.000 DDR-Mark.

In den 80-iger Jahren war die Sportgemeinschaft auf etwa 180 Mitglieder angewachsen. Beim Bau der Sportstätten und Anlagen halfen die Sportler in vielen ungezählten Stunden ihrer Freizeit fleißig mit, auch wenn die Helfer gerade mal 3 Mark pro Stunde erhielten. Davon wurde eine Mark für die Sportgemeinschaft gespendet.

Von 1971 bis 1993 diente ein altes Bauernhaus (Alwin Voigt) als Umkleidehaus für die Sportler. Durch die gute Zusammenarbeit zwischen Schule und BSG Traktor Eichigt erhielt Eichigt - und nicht Triebel
, wie zunächst vorgesehen - den Zuschlag für den Bau einer Turnhalle. Die Turnhalle sollte ursprünglich neben den Sportplatz gebaut werden, wo sich jetzt das Sportlerheim befindet. Die Sportlehrer wollten sie jedoch näher an der Schule haben. Daher erfolgte die Wahl des heutigen Standortes.

In diesem Zusammenhang war eine direkte Verbindung durch einen Übergang zwischen Schule und Turhalle vorgesehen, deren Anschluss - wie an der Turnhalle heute noch zu sehen - auch beim Bau bereits mit vorbereitet wurde. Die Schüler wären nicht gezwungen gewesen, sich zum Sportunterricht umzuziehen. Das wurde jedoch vom Kreis nicht unterstützt.

Von 1988 bis 1993 erfolgte dann der Bau des Sportlerheims. Im März 1993 wurde es eingeweiht. In der Zeit der Wende war eine kleine Bauverzögerung entstanden. Der Bau konnte jedoch durch den Bauhof der Gemeinde und viele freiwillige Helfer fertiggestellt werden. Bewirtschaftet wird das Sportlerheim durch Mitglieder des Sportvereins.

Nach der Wende hat sich mit der Gruppenleiterin Kerstin Meinel auch wieder eine Frauengymnastikgruppe gebildet.

1998 schlossen sich die Tiefenbrunner Fußballerinnen dem inzwischen umbenannten "SV Eintracht Eichigt" an. In schmucken Trikots laufen die Eichigter Fußball‑Damen nun zum Spiel auf. Die Fahrschule aus Süßebach sponserte dem Team von Trainer Wilfried Hänel einen Satz Dressen in rot ‑schwarz. Jetzt wollten die Damen aus Tiefenbrunn, Pabstleithen, Ebmath, Eichigt, Triebel und Oelsnitz beweisen, daß sie bereits im ersten Jahr einiges gelernt haben. Bereits seit 2003 waren sie ständig an der Spitze der Tabelle der Vogtlandliga Frauen (Kleinfeld) zu finden.

Inzwischen haben sich der Mannschaft noch 6 Adorfer Fußballerinnen angeschlossen, so daß die Mannschaft in der kommenden Spielsaison (2007/08) mit ihrer Spielführerin Vera Kurpjuhn, dem Mannschaftsleiter und bishreigen Trainer Wilfried Hänel unter ihrem neuen Trainer Andreas Heydeck aus Adorf in der Bezirksliga Frauen (Großfeld) spielen wird.

Zu erwähnen wäre noch, daß seit 1984 in Eichigt in jedem Jahr ein zünftiges Landsportfest veranstaltet wurde. 2003 wurde es anläßlich des 190. Jahrestags des Biwaks der "Lützower Jäger" mit Theodor Körner im Jahre 1813 durch ein zünftiges Biwak der Interessengemeinschaft Lützower Jäger 1813 Leipzig und ein Böllerschießen der Lützower und des 1. Adorfer Schützenvereins e.V. mit dem Spiel der Frauenmannschaft eröffnet (siehe Sport>Sportfest).

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