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Warum feiern wir das Weihnachtsfest

Nachdem RTL Explosiv erstmalig 2002 durch Umfragen deutlich gemacht hat, daß viele Deutsche keine Ahnung mehr davon haben, warum wir hier im (leider überhaupt nicht mehr) "christlichen" Abendland Weihnachten feiern und uns gegenseitig mit Geschenken Freude machen, hatte ich mich dazu entschlossen, dafür zu sorgen, daß wenigstens die Leser dieser Homepage die Zusammenhänge erfahren.

Vorausgeschickt: Der Weihnachtsmann hat mit dem eigentlichen Weihnachtsfest überhaupt nichts zu tun. Er ist eine Erfindung der amerikanischen Firma Coca-Cola, die auch die festlich-bunt leuchtenden Weihnachts-Tracks durch die Welt fahren läßt.
Die Firma brauchte eine verkaufsfördernde Maßnahme. Sie erfand den Weihnachtsmann. Dies sollte eine gutmütige Person sein. Das Gesicht eines Verkaufsfahrers, nämlich das von Lou Prentis (die Schreibweise ist mir noch nicht bekannt) war als genau richtig eingeschätzt worden. Ihm wurde das allseits bekannte Kostüm des Weihnachtsmannes in den Coca-Cola-Farben rot-weiß angezogen. Hinzu kam ein langer Bart und fertig war der gutmütige Alte, der die Weihnachtsgeschenke verteilt und auch gelegentlich den Kindern mit erzieherischem Hintergrund im Auftrag der Eltern unangenehme Fragen stellt beziehungsweise ungebührliches Verhalten ahndet.

Anders verhält es sich mit dem Nikolaus. Er hat ein reales Vorbild, nämlich einen Bischof, der in der Tat die "artigen" Kinder beschenkte. Sein "Gesell", Knecht Ruprecht mit der Rute, war für die Bestrafung der "ungezogenen" Kinder zuständig.

Der zentrale Tag des Weihnachtsfestes ist der 24. Dezember.
Das ist der "Heilige Abend". An diesem Tag feiert die Christenheit der ganzen Welt den Geburtstag Jesus von Nazareth, also den Tag, an dem Jesus, "der Christus" - das bedeutet "der Retter" - vor etwas mehr als 2000 Jahren in Bethlehem geboren wurde.
Jesus Christus ist als Gottes Sohn das Zentrum des nach ihm benannten Christentums der ganzen Welt. Mit ihm und durch ihn ist Gott Mensch geworden. Gott sandte ihn nach dem Verständnis der Christen in die "Welt" (das bedeutet zur Menschheit), um diese vor der ewigen Verdammnis in Hölle und Fegefeuer zu retten.  Entsprechend dem jüdischen Brauch, zum Passah-Fest (jüdisches Osterfest) alle "Sünden" (Vergehen und Verbrechen) der (jüdischen) Menschen einem "Sündenbock" als Stellvertreter der "Sünder" aufzulegen und diesen zur Strafe in die Wüste zu schicken und somit an Stelle der "Sünder" umzubringen, wurde Jesus im Alter von 30 Jahren als Stellvertreter für die "Verbrechen" (Sünden) der Menschheit an das Kreuz genagelt - so wurden damals im Orient Verbrechen bestraft - und an ihrer Stelle umgebracht. (Daher wird Jesus auch das Lamm Gottes genannt.)
Gott ließ seinen Sohn aber nicht im Reich des Todes, sondern holte ihn am dritten Tag von den Toten zurück ins Leben. Er ließ ihn auferstehen zum ewigen Leben. Jesus hat seinen Anhängern - den nach Christus benannten Christen - versprochen, daß auch sie nach ihrem Tod zum ewigen Leben auferstehen werden, wenn sie ihn als Retter annahmen (ihm vertrauten). 

Christen glauben daran, das heißt, sie sind davon überzeugt, daß Jesus Christus Gottes Sohn ist, der von seinem Vater in die Welt gesandt wurde, um die Menschheit vor der ewigen Verdammnis zu retten, die an sich jeden Menschen als Strafe Gottes dafür erwartet, daß er es nicht schafft, sich in seinem Leben auf der Erde so zu verhalten, wie es ihm Gottes Gebote vorschreiben. Die ewige Verdammnis bedeutet ewiges Leiden in der Hölle.

Am Karfreitag wurde Jesus, der Sohn Gottes, stellvertretend für die sündhaften Menschen umgebracht, indem man ihn auf dem Hügel Golgatha (das bedeutet Schädelstätte), wo die Todesstrafe an Verbrechern vollstreckt wurde, an ein Holzkreuz nagelte, nachdem man ihn mit einer Dornenkrone verhöhnt und gequält hatte (steht so in der Bibel). Er mußte für uns Menschen sterben und ins Reich des Todes gehen. Aber Gott ließ seinen Sohn nicht dort. Nach drei Tagen, nämlich am Morgen des Ostertages holte Gott ihn heraus und ließ ihn von den Toten auferstehen. Er versprach allen Menschen, daß er auch sie in gleicher Weise von den Toten auferwecken und in sein ewiges Freudenreich holen würde, wenn sie an ihre Erlösung durch Jesus Christus glauben. Menschen, die dies tun, werden Christen genannt.

Wegen der großen Bedeutung dieses Ereignisses für die Menschheit erfolgte vormals auch die Umstellung der Zeitrechnung. Früher wurden die einzelnen Jahre nach den Herrschftszeiten von Königen und Kaisern, also weltlichen Herrschern, gezählt. Heute werden diese Jahre der "Vor-Zeit" von Jesu Geburt rückdatiert als "Jahre vor Christus" usw. bezeichnet. Bei der Umstellung der Zeitrechnung ging man davon aus, die Zeit ab dem Zeitpunkt der Geburt Jesu, des Königs aller Könige, zu zählen.

Weil Gott vor ca. 2000 Jahren den Menschen mit der Rettung vor der ewigen Verdammnis ein so großartiges Geschenk bereitete, beschenken sich die Menschen auch heute an diesem Tage noch, obwohl viele heute nicht mehr wissen, warum sie dies eigentlich tun.

Hier können Sie die Weihnachtsgeschichte vollständig lesen, wie sie in der Bibel aufgeschrieben wurde.

Weitere Informationen zu Kirche und Christentum finden Sie im Internet auf den Webseiten der Schwester-(Kirch-)Gemeinden
Bobenneukirchen - Eichigt - Triebel/Posseck/Sachsgrün www.Kirche-Bobenneukirchen.de unter "Kirchenkunde".


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