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Die Weihnachtsgeschichte

Jesu Geburt nach dem Evangelium von Lukas
Lukas 2, 1 - 15

(1.) Es begab sich aber zu der Zeit, dass ein Gebot von dem Kaiser Augustus ausging, dass alle Welt geschätzt würde. (2.) Diese Schätzung war die allererste und geschah zu der Zeit, als Quirinius Statthalter in Syrien war. (3.) Und Jedermann ging, dass er sich schätzen ließe. Ein jeglicher in seine (Geburts-) Stadt. (4.) Da machte sich auf auch Josef aus Galiläa, aus der Stadt Nazareth, in das jüdische Land zur Stadt Davids, die da heißt Bethlehem, weil er aus dem Hause und Geschlechte Davids war, (5.) damit er sich schätzen ließe mit Maria, seinem vertrauten Weibe; die war schwanger. (6.) Als sie da selbst waren, kam die Zeit, dass sie gebären sollte. (7.) Sie gebar ihren ersten Sohn, wickelte ihn in Windeln und legte ihn in eine Krippe, denn sie hatten sonst keinen Raum in der Herberge. (8.) Zur gleichen Zeit waren Hirten in derselben Gegend auf dem Felde bei den Hürden, die hüteten des Nachts ihre Herde. (9.) Da trat der Engel des Herrn zu ihnen, und die Klarheit des Herrn leuchtete um sie; und sie fürchteten sich sehr. (10.) Doch der Engel sprach zu ihnen: "Fürchtet euch nicht! Siehe, ich verkündige euch große Freude, die allem Volk widerfahren wird, (11.) denn euch ist heute der Heiland geboren, welcher ist Christus, der Herr, in der Stadt Davids (12.) und das habt zum Zeichen: Ihr werdet finden das Kind in Windeln gewickelt und in einer Krippe liegen." (13.) Alsbald war da bei dem Engel die Menge der himmlischen Heerscharen, die lobten Gott und sprachen: (14.) "Ehre sei Gott in der Höhe und Friede auf Erden bei den Menschen seines Wohlgefallens." (15.) Als die Engel dann von ihnen gen Himmel fuhren, sprachen die Hirten untereinander: "Lasst uns nun gehen nach Bethlehem und die Geschichte sehen, die da geschehen ist; die uns der Herr kundgetan hat. (16.) Sie gingen eilend und fanden beide, Maria und Josef, dazu das Kind in der Krippe liegen. (17.) Als sie es aber gesehen hatten, breiteten sie das Wort aus, das zu ihnen von diesem Kinde gesagt war (18.) und alle, vor die es kam, wunderten sich über das, was ihnen die Hirten gesagt hatten. (19.) Maria aber behielt alle diese Worte und bewegte sie in ihrem Herzen.

20.) Die Hirten kehrten wieder um, priesen und lobten Gott für alles, was sie gehört und gesehen hatten, wie denn zu ihnen gesagt war. (21.) Als acht Tage um waren und man das Kind beschneiden musste, gab man ihm den Namen Jesus, wie der Engel gesagt hatte, ehe er im Mutterleib empfangen war

Die Weisen aus dem Morgenland
nach Mathhäus 2

(1.) Als Jesus geboren war in Bethlehem in Judäa zur Zeit des Königs Herodes, siehe, da kamen Weise aus dem Morgenland nach Jerusalem und sprachen: (2.) "Wo ist der neugeborene König der Juden? Wir haben seinen Stern gesehen im Morgenland und sind gekommen, ihn anzubeten." (3.) Als das der König Herodes hörte, erschrak er und mit ihm ganz Jerusalem, (4.) und er ließ zusammenkommen alle Hohenpriester und Schriftgelehrten des Volkes und erforschte von ihnen, wo der Christus geboren werden sollte. (5.) Und sie sagten ihm: "In Bethlehem in Judäa; denn so steht geschrieben durch den Propheten (Micha 5,1): (6.) »Und du, Bethlehem im jüdischen Lande, bist keineswegs die kleinste unter den Städten in Juda; denn aus dir wird kommen der Fürst, der mein Volk Israel weiden soll.«" (7.) Da rief Herodes die Weisen heimlich zu sich und erkundete genau von ihnen, wann der Stern erschienen wäre, (8.) und schickte sie nach Bethlehem und sprach: "Zieht hin und forscht fleißig nach dem Kindlein; und wenn ihr's findet, so sagt mir's wieder, dass auch ich komme und es anbete." (9.) Als sie nun den König gehört hatten, zogen sie hin. Und siehe, der Stern, den sie im Morgenland gesehen hatten, ging vor ihnen her, bis er über dem Ort stand, wo das Kindlein war. (10.) Als sie den Stern sahen, wurden sie hocherfreut (11.) und gingen in das Haus und fanden das Kindlein mit Maria, seiner Mutter, und fielen nieder und beteten es an und taten ihre Schätze auf und schenkten ihm Gold, Weihrauch und Myrrhe. (12.) Und Gott befahl ihnen im Traum, nicht wieder zu Herodes zurückzukehren; und sie zogen auf einem andern Weg wieder in ihr Land.

Die Flucht nach Ägypten
nach Mathhäus 2

(13.) Als sie aber hinweggezogen waren, siehe, da erschien der Engel des Herrn dem Josef im Traum und sprach: "Steh auf, nimm das Kindlein und seine Mutter mit dir und flieh nach Ägypten und bleib dort, bis ich dir's sage; denn Herodes hat vor, das Kindlein zu suchen, um es umzubringen." (14.)  Da stand er auf und nahm das Kindlein und seine Mutter mit sich bei Nacht und entwich nach Ägypten (15.) und blieb dort bis nach dem Tod des Herodes, damit erfüllt würde, was der Herr durch den Propheten gesagt hat, der da spricht (Hosea 11,1): »Aus Ägypten habe ich meinen Sohn gerufen.«

Der Kindermord des Herodes
nach Mathhäus 2

(16.) Als Herodes nun sah, dass er von den Weisen betrogen war, wurde er sehr zornig und schickte aus und ließ alle Kinder in Bethlehem töten und in der ganzen Gegend, die zweijährig und darunter waren, nach der Zeit, die er von den Weisen genau erkundet hatte. (17.) Da wurde erfüllt, was gesagt ist durch den Propheten Jeremia, der da spricht (Jeremia 31,15): (18.) »In Rama hat man ein Geschrei gehört, viel Weinen und Wehklagen; Rahel beweinte ihre Kinder und wollte sich nicht trösten lassen, denn es war aus mit ihnen.«

Die Rückkehr aus Ägypten
nach Mathhäus 2

(19.) Als aber Herodes gestorben war, siehe, da erschien der Engel des Herrn dem Josef im Traum in Ägypten (20.) und sprach: "Steh auf, nimm das Kindlein und seine Mutter mit dir und zieh hin in das Land Israel; sie sind gestorben, die dem Kindlein nach dem Leben getrachtet haben." (21.) Da stand er auf und nahm das Kindlein und seine Mutter mit sich und kam in das Land Israel. (22.) Als er aber hörte, dass Archelaus in Judäa König war anstatt seines Vaters Herodes, fürchtete er sich, dorthin zu gehen. Und im Traum empfing er Befehl von Gott und zog ins galiläische Land (Mk 1,2; Lk3,1) (23.) und kam und wohnte in einer Stadt mit Namen Nazareth, damit erfüllt würde, was gesagt ist durch die Propheten: Er soll Nazarener heißen.

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