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Aus der Arbeit des Zuchtverein Eichigt

Der Zuchtverein wurde am 21. Februar 1926 von 21 Zuchtfreunden, mit dem Namen Geflügel ‑ und Kleintierzuchtverein Eichigt und Umgebung " Gut Zucht " gegründet.

Die erste Ausstellung fand am ersten Sonntag im Februar 1927 im Gasthof "Krauß" in Eichigt statt.

Der erste Vorsitzende des Vereins war Albin Knoll, der erste Schriftführer war Hermann Kellerer.

Vorstandsmitglieder waren: Christian Krauß, Lorenz Leupold, Gottwald Paul, Max Thiem, Paul Wollner 2.

Im Laufe der Jahre wechselten auch mal die Vereinsvorsitzenden. Diese waren: Lorenz Leupold, Christian Krauß, Max Thiem, Paul Scherzer, Kurt Hackenschmidt, Fritz Michel, Paul Wollner, Lienhard Lenk, Siegfried Krauß, Conrad Wendler ‑ Hundsgrün, Lothar Degenkolb. Bei einigen Vorsitzenden wiederholte sich die Amtszeit, denn seit 1997 ist wieder Siegfried Krauß Vorsitzender der Sparte.

Mit dem Vorsitzenden Lorenz Leupold legten die Mitglieder ein Eintritsgeld von 50 Pfennigen und einen Mitgliedsbeitrag pro Monat von 20 Pfennigen für die Vereinskasse fest. Zur Zeit beträgt der Mitgliedsbeitrag pro Monat 2.oo DM im Jahr also 24.oo DM

Versammlungstermin wurde jeweils der letzte Samstag im Monat Anberaumt.

Fortan sollte das gemeinsame Zuchtinteresse, der Gedankenaustausch und die Geselligkeit das Vereinsleben bestimmen. Auch Kriegszeiten und Krisenzeiten mußte der Verein überwinden. So konnte der Verein im Februar 1951 sein 25jähriges Bestehen mit einer Festversammlung feiern. Zu dieser Zeit gab es noch 9 lebende Mitbegründer, die zu Ehrenmitgliedern ernannt wurden.

Zum 50jährigen Jubiläum des Vereins 1976 lebten noch 3 der Ehrenmitglieder.     Der Verein war inzwischen auf 48 Mitglieder angewachsen. Das Gründungslokal der Gasthof "Krauß" in Eichigt war Versammlungs‑ und Ausstellungslokal bis zur Schließung der Gaststätte. Nun mußte man sich um neue Ausstellungsräume umsehen, dazu boten sich die leerstehenden Räume des ehemaligen NVA ‑ Trakt, jetziger Bauhof der Gemeinde, gut an. Seitdem werden nun alle Ausstellungen hier abgehalten. Die nach Tratition jährlich am dritten Wochenende im Januar statfinden. Auch wurden im Laufe der Jahre Käfige und Zubehör für die Tiere angeschafft und immer wieder welche erneuert, gepflegt und neue dazugekauft, zur Aufbewahrung der Sachen wurde auch ein Schuppen gebaut. Der Verein konnte  auch immer wieder Jugendliche für das interessante Hobby gewinnen und so die Mitgliederzahl konstant halten, die bei 50 Mitgliedern liegt.

Auch in den letzten 20 Jahren ernteten die aktiven Kleintierzüchter aus Eichigt und Umgebung zahlreiche Preise und Ehrungen auf regionalen sowie überregionalen Ausstellungen, so zum Beispiel in Leipzig, Dresden und grenzüberschreitend in Oberfranken, Nürnberg und Lichtenfels.

Im Vereinsleben gab es auch Höhepunkte, so z. B. zur Jahreshauptversammlung 1997 als Hauptkassierer Wolfgang Wagner für 30 Jahre ununterbrochene, gewissenhafte und zuverlässige Arbeit geehrt wurde. Auch in seiner weiteren Verantwortung als Ausstellungsleiter zu Vereinsschauen konnte er mit Sachlichkeit undÜbersicht überzeugen. Der Wunsch der Züchter ist das er noch einige Jahre diese Ämter begleitet.

Neben den Ausstellungsverantwortlichen und Zuchtwarten verdienen die Züchterfrauen ein besonderes Lob, denn sie sorgen sich um das leibliche Wohl aller und tragen so zum Gelingen des Geselligen Höhepunktes für den Verein bei. Hiermit soll aber nicht die viele Arbeit aller fleißigen und aktiven Vereinsmitglieder geschmälert werden.

 

 

        Weberei Scherzer in Eichigt

 

Die Weberei wurde von den fünf Geschwistern Paul, Adolf, Walter, Frieda und Else Scherzer gebaut. Die Bautätigkeit dauerte von 1934 bis 1936. Webstühle wurden von den Geschwistern ins Unternehmen eingebracht um erst einmal Geld zu sparen. Der 2. Weltkrieg brachte viel Not über die Bewohner. Doch das Familienunternehmen versuchte nun durch Herstellung von Kabelkatun, Windelmull und Verbandsstoff weiter zu überleben. Bis 1968 war der Betrieb immer in privater Hand. Walter Röder war der erste nicht zur Familie gehörende Arbeiter und es wurde zu dieser Zeit in Lohnarbeit gearbeitet.

1956 wurde die Firma Scherzer und Co. aufgelöst und der Aufkauf‑ und Liefergenossenschaft Falkenstein angeschlossen. Zwei Jahre später (1958) vereinigten sich die Webereien zur PGH "AKTIVIST" Tirpersdorf. Der Betrieb gehört nun zu einer PGH = Produktionsgenossenschaft des Handwerks, das heißt soviel wie halbstaatlich, von der PGH gepachtet aber nicht enteignet.

1971 heißt der Betrieb nun VEB "HEIMTEXTILIEN". Die Webstühle werden für einen Schrottpreis verkauft und 1973 werden die ersten Automatenwebstühle aufgestellt. Es wurde in einer Schicht gearbeitet.

1975 wurde der Betrieb nun zu den zwei Betrieben nach Kottengrün eingegliedert und hieß nun VEB "TEXTILWERKE KOTTENGRÜN".

1980 gab es schon wieder eine Umbenennung des Btriebes, weil sich die zwei Betriebe in Kottengrün wieder trennten hieß es nun VEB "TISCHDECKENWERKE ‑KOTTENGRÜN". Nun arbeiteten in Eichigt 10 Leute in zwei Schichten.

1988 wurden nochmals neue Automatenwebstühle aufgestellt.

1990 wurde der Betrieb wieder privatisiert und heißt seit dem 1.7.1990 GmbH "VOGTLÄNDISCHE ‑ HEIMTEXTILIEN" Tirpersdorf.

Ab Februar 1992 wurde die Weberei "SCHERZER" geschlossen und alle Arbeiter gehen nun nach Tirpersdorf zur Arbeit.

 

 

      Bäckerei Gotthold Michel ‑ Eichigt

 

Das Haus in dem sich die Bäckerei befand wurde 1899 von einem Walter Michel gebaut. Erst 1921 bekam das Haus elektrischen Strom. Brot und Semmeln wurden mit einem kleinen Wagen mit zwei Hunde als Zugtiere in die benachbarten Orte zum Verkauf gebracht. Der Sohn Gotthold Michel übernahm dann die Bäckerei, die so bis April 1958 erhalten blieb. Trotz vielen Hoch und Tiefs war es stets ein Familienbetrieb. Die Familie Michel hat zwei Kinder eien Sohn ‑ Volker und eine Tochter ‑ Eva. Jetzt dient die Bäckerei nur noch als Wohnhaus, in dem drei Gennerationen wohnen. Auch einige bauliche Veränderungen gab es im Laufe der Zeit an dem Haus.

 

 

 

 

 

 

 

Hier noch eine zusammengtragene Liste von verschiedenen Gewerken in EICGIGT.

Sicherlich unvollständig nur so zur Erinnerung.

Zum Teil entnommen aus dem Adressbuch von 1925

 Gewerke

Blumengeschäft     Walter Hensel führte ein Geschäft von Blumengebinde und

                                Grabschmuck (1939) Anw. von L.Degenkolb

 

Kohlenhandel       Kurt Roßbach führte das Geschäft in den 40iger Jahren

 

Sattlerei          Max Greim heutiges Anwesen von Axel Leupold

 

Bäckerei           Emil Kießling ‑ Fritz Michel

                    Albin michel ‑ Walter Michel

 

Gastwirt           Edwin Krauß  ‑ Gasthof "EICHIGT"

                    Robert Renz

                    Alfred Hertel ‑ "Zur Quelle"

 

Schankwirtschaft ‑  Max Thoß und Fleischerei

 

Flaschenbier       Walter Hackenschmidt

                    Albin Schmidt

                    Walter Wollner

                    Anna Bodenschatz (nach 1946)

 

Kolonialwaren      Max Mühlfriedel ‑ später Rudi Künzel

                    Albert Krauß

                    Martha Schmidt (Albert)

 

Schmiedemeister    August Haselbauer

 

Zimmermann         Alfred Hertel

                   Emil Hertel

                   Louis Wollner

 

Tischler           Hermann Todt

 

Baubetriebe        Emil Roßbach ‑  Albin Roßbach ‑ Hochbau

                    Otto Rahm      Albin Rahm ‑ Hochbau

 

Friseur            Kurt Künzel

 

Schusterei         Erhard Penzel ‑ Helmut Penzel

                    Otto Wunderlich

 

 

Postwesen

 

1891/92 bekam Eichigt die Post von der Poststelle in Ebmath.

1912/13 wurde Unter‑Eichigt von der Poststelle in Hundsgrün bedient.

Eichigt selbst war noch bei der Poststelle Ebmath.

Ab 1925 wurden sowohl Unter‑Eichigt als auch Eichigt von der Poststelle Hundsgrün bedient, Eichigt hatte noch keine eigene Poststelle. Der Postbote Dölling brachte zu dieser Zeit die Post mit dem Fahrad von der damaligen Poststelle in Hundsgrün nach Eichigt.

Der in der Gemeinde lebende Waldy Hertel hat seit Februar 1946 die Poststelle in Eichigt über, er gibt diese Stelle später an seine Tochter Helga weiter. Nach der Wende war die Poststelle auch für kurze Zeit in der ehem. Schwesternstation untergebracht. Frau Hackenschmidt Karin und Hendel Sylvia waren dort tätig. Nun wird die Post von der Poststelle Adorf durch Postzusteller mit PKW an die Leute ausgefahren.

 

 

 

 

   Kindergarten in Eichigt

 

Um Frauen mit Kleinkindern den vollen Einsatz in der industriellen und landwirtschaftlichen Produktion zu ermöglichen, sind in der DDR überall Kindergrippen (für Kinder bis zu 3 Jahren) und Kindergärten (Für Kinder ab

3 Jahre bis zum Schulanfang) errichtet worden. Auch in Eichigt war das so.

Vor 1960 bestand ein Kindergarten nur zur Erntezeit, der sogenannte Kindergarten. Ab 1960 wurde der Kindergarten zur ständigen Einrichtung. Er besaß eine Kapazität für 18 Kinder, untergebracht waren aber 32 Kinder. Der Kindergarten entsprach nicht den Mindestanforderungen. Untergebracht war der Kindergarten in dem kleinen Holzhaus unterhalb der Neubauten.

Am 4. Januar 1975 wurde der neue Kindergarten oberhalb der Politechnischen Oberschule "Ernst Schneller" mit einer Platzkapazität von 36 Kindern eingeweiht. Damit wurden Lebens ‑ und Arbeitsbedinungen für Kinder und Betreuer wesentlich verbessert.

1981 wurde der Kindergarten erweitert und nun hatten 72 Kinder Platz, davon waren 60 Plätze ständig belegt.

Es bestanden 4 Kindergarten ‑ Gruppen.

Von 1960 bis 1963 war Leiterin des Kindergartens Else Wenske. Seit 1963 leitete den Kindergarten Ingrid Asser. Außer ihr waren noch 4 Erzieher und

2 technische Kräfte beschäftigt, die zum Austeilen des Essens und zum reinigen

der Räume angestellt waren.

Die Kinder werden von der Schulküche verpflegt.

Beheizt wird der Kindergarten von der Schule aus.

Außerdem können die Kinder den nahe gelegenen Sportplatz, die Turnhalle, einen Spielplatz von ca. 500 m benutzen.

Eine Kindergrippe hatte Eichigt nicht.

Auch bestand in der Schule ein Kinderhort in dem die Schulkinder von Frau Rudolph betreut wurden.

Nach der Wiedervereinigung wurden an Kindergarten und Hort andere Bedinungen und Anforderungen gestellt.

Da die Kinderzahl nun auch noch sehr zurückging und im Kindergarten nun nur noch 2 Gruppen bestanden und der Hort aus Sicherheitsgründen nicht mehr in den oberen Räumen der Schule bleiben durfte wurde aus Hort und Kindergarten eine kombinierte Kindertagesstätte gegründet. Hier sind nun 3 Erzieherinnen und eine technische Kraft angestellt. Frau Steffi Hendel hat dabei die Leitung übernommen, weitere Erzieherinnen sind Ritter Helga und Joram Heide, als Technische Kraft Krauß Gisela.

 

 

                 Die Schwesternstation

 

Die Schwesternstation der Gemeinde Eichigt befand sich bis 1986 im Haus von Adolf Bauer. dort standen drei Zimmer zur Verfügung. Nachdem der Kindergarten 1975 ein neues Gebäude oberhalb der Schule bekommen hatte, zog die Schwesternstation im Dezember 1976 in den ehemaligen Kindergarten um. 1977 wurde an die Schwesternstation ein Zimmer angebaut. Hier wurde dann der Zahnarzt untergebracht. Zu dieser Zeit waren nun 1 Arztzimmer,1 Zahnarztzimmer 1 Raum für Bestrahlungen und 1 Warteraum vorhanden.


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Sie können sich über unseren Ort weiter informieren, indem sie jetzt zur nächsten Station unserer Führung gehen. Wir erzählen Ihnen mehr über die Körnerlinde, Adolf Freiherr von Lützow, die Lützower Jäger, Theodor Körner, Friedrich Ludwig Jahn, die deutschen Farben schwarz-rot-gold und vieles mehr.


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